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Einstiegsmöglichkeiten

Ihre Erfahrung ist beim AWO Bezirksverband Oberbayern gefragt!

Sie arbeiten schon einige Jahre in Ihrem Beruf und suchen jetzt eine neue Herausforderung?

Wir sind ein Arbeitgeber, der Ihnen individuelle Entwicklungsmöglichkeiten bietet!

Der AWO Bezirksverband Oberbayern ist sich sehr bewusst, wie wertvoll seine berufserfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind. Daher setzen wir viel auf den gemeinsamen Austausch und der Kommunikation untereinander.

Ihr Wissen ist eine Bereicherung für uns. Werden Sie ein wichtiges Mitglied in einem großen Team. Gemeinsam mit Ihren Ideen und Ihrer Erfahrung, wollen wir jeden Tag ein Stückchen besser werden.

 

Sie müssen nicht, aber Sie können bei uns Karriere machen. Wir unterstützen stets die individuellen Entwicklungswünsche der Einzelnen.

Interview mit Klaus Ulzhöfer

Klaus Ulzhöfer ist 62 Jahre alt und arbeitet seit rund 34 Jahre als Dipl. Sozialpädagoge, davon fast 30 Jahre bei der AWO! Als Dipl. Sozialpädagoge (FH)ist er als Erziehungs- und Familienberater tätig.

1. Sie können auf viele Jahre Berufserfahrung zurückblicken. Sicher ist es für Sie wichtig, entsprechend Verantwortung zu übernehmen.

» Meine Aufgaben in der Erziehungsberatungsstelle sind sehr vielfältig. Im Kerngeschäft der Fallarbeit geht es um Diagnostik, Beratung und Therapie bei allen Fragen , die in der Erziehung und Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen - also von 0 bis 21 Jahren - auftreten können. Aber auch die innerfamiliären Beziehungen, Konflikte zwischen Eltern und Kind, in der elterlichen Kooperation oder der Paarbeziehung können in den Fokus einer Beratung rücken, sofern davon Auswirkungen auf die Kinder festzustellen oder zu befürchten sind. Ein stetig wachsendes Aufgabengebiet ist das der Trennungs- und Scheidungsberatung. Ich mediiere häufig vom Gericht vermittelte getrennt lebende Eltern, mit dem Ziel einer einvernehmlichen Umgangsregelung.

Neben der Fallarbeit bin ich besonders in der Öffentlichkeitsarbeit, der Prävention und Vernetzungsarbeit der Beratungsstelle aktiv. So vertrete ich in verschiedenen örtlichen, regionalen und überregionalen Fachgremien unsere oder mehrere Beratungsstellen als Delegierter. Als langjähriger Sprecher des großen örtlichen Arbeitskreises sozialer Einrichtungen initiierte und leitete ich bis heute viele Projekte, die zur Schaffung von sozialen Einrichtungen, Verbesserungen der Infrastruktur für Familien oder hilfreichen Netzwerkstrukturen führten.
Schließlich finde ich die fachliche Beratung von Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe oder anderer Bereiche, insbesondere auch als „insoweit erfahrene Fachkraft“ im Kinderschutz (ISEF) spannend.

All diese Tätigkeiten kann und muss ich eigenverantwortlich ausüben, was meinem Anspruch sehr entgegen kommt. Im Hintergrund unterstützt mich jedoch unser multiprofessionelles Fachteam einschließlich der Leitung im Rahmen der Fallkonferenzen und durch fachlich-konzeptionelle Besprechungen. Dies bedeutet ein Stück Sicherheit und auch Kontrolle im Hinblick auf das Ziel guter Qualität.«

Das Arbeitsleben ist ein dynamischer Prozess, in dem sich immer wieder etwas verändert. Nutzen Sie bei der AWO die Möglichkeit zur Weiterbildung?

»Zum Glück verändern sich mit dem gesellschaftlichen Wandel auch die Anforderungen an uns Berater! Wie sonst könnte man so viele Jahre an einer Stelle bleiben und immer noch Freude daran finden? An guten, auf den Bedarf abgestimmten Weiterbildungen führt da kein Weg vorbei.

Ich habe zu Beginn meiner Tätigkeit bei der AWO eine zweijährige Ausbildung in „Integrativer Gestalttherapie für Kinder und Jugendliche“ absolviert. Danach wählte ich jedes Jahr mehrtägige Fortbildungen zu verschiedenen für meine Arbeit relevanten Themen und besuchte regelmäßig die Netzwerktagungen des AWO Bundesverbandes sowie die Wissenschaftlichen Jahrestagungen der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke).

Ein Highlight war die mehrmalige Teilnahme am Fachkräfteaustausch der AWO mit der Jugendbehörde des Sverdlovsker Gebiets in Russland. In den letzten Jahren beschäftige ich mich zunehmend mit der Kunst, Konflikte friedlich zu lösen und absolvierte eine zweijährige Interdisziplinäre Mediationsausbildung mit der Spezialisierung auf Familien. Die AWO unterstützt meine Weiterbildungen immer großzügig, sowohl zeitlich als auch durch Zuschüsse.«

Was schätzen Sie an Ihrer Position besonders und wie stark steht dabei die AWO als Arbeitgeber im Vordergrund?

»Ich schätze an meiner Position besonders, dass ich mich,  unbelastet von organisatorischen Leitungsaufgaben, voll auf  die interessanten beraterfachlichen Themen und Aufgaben konzentrieren kann. Dabei kann ich sehr viel selbst gestalten oder kollegial mitgestalten, da die Hierarchie in der Beratungsstelle flach ist und der gleichberechtigten fachlichen Teamarbeit große Bedeutung beigemessen wird.

Die AWO vertritt Werte, die mir und meinem Verständnis von einem verantwortlichen menschlichen Zusammenleben bei engagiertem Einsatz für die Persönlichkeitsrechte, also Eintreten für Chancengleichheit, Toleranz, Mitmenschlichkeit und Solidarität, entsprechen. Ich glaube, dass unsere Klienten und Kooperationspartner bemerken, ob wir es ernst damit meinen.«